Aktuelles zum Thema Flughafen Dortmund
17. Mai 2012

25. Jan 2012
Lärmminderung ist sicher ein wertvolles Ziel zur Steigerung der Lebensqualität. Warum aber gleichzeitig der Nachtflug im Rat der Stadt beschlossen wurde, versteht der Bürger sicher nicht.
8. Dez 2011
Schutzgemeinschaft Fluglärm Dortmund-Kreis Unna e.V.
Presseerklärung zum angekündigten Abzug von „Air Berlin“
Für die Beobachter der Luftfahrtbranche ist die Entwicklung am Dortmund „airport21“ nicht überraschend – und es ist erst der Anfang.
Da sind die Scheuklappen, die die Befürworter aus Politik und Wirtschaftsvertretung tragen, wenig hilfreich. Ganz im Gegenteil, verhindern sie nämlich den unverstellten Blick auf die Lawine, die ins Rollen gekommen ist. Und wir wissen, vor der Lawinengefahr kann man warnen – verhindern kann man sie nicht!
Auch wenn aktuell Wunschzettel geschrieben werden, wird es für die Flughafenbefürworter höchste Zeit für eine realitäts- und zukunftsorientierte Betrachtung. Dazu benötigt man nicht einmal die von Herrn Kossack früher gern zitierte „Glaskugel“, um die Zukunft vorherzusagen. Da reicht schon, so vorhanden, der einfache und dennoch so kluge Menschenverstand.
Ursula Wirtz
Juni 2011
Die Fakten sind an Absurdität nicht mehr zu übertreffen. Seit Monaten bereiten die anschaffenden "Mädels" an der Ravensberger Straße mit ihrem Gefolge der Stadt große Probleme. Die Probleme am Straßenstrich wurden öffentlich dargestellt und diskutiert. Ausgeräumt sind die Probleme nach dem Verbot durch die Stadt mit einer Sperrzone nicht! Die Fluggesellschaft WizzAir wirbt noch in unmittelbarer Nähe mit "Herz" und "Stiefel".

Juni 2011
Bisher war die Auslegung der Antragsunterlagen zur Verlängerung der Betriebszeiten am Flughafen in Dortmund an nur einer Stelle in der Innenstadt geplant. Die SGF beschwerte sich darüber. Nach Auskunft der Ombudsfrau Michaela Bonan vom 6. Juni 2011 erfolgt die Auslegung jetzt auch in den Bezirksverwaltungsstellen Brackel, Aplerbeck, Hörde und Hombruch, sobald die erforderlichen Unterlagen zur Verfügung stehen! Das wird noch etwa 1 Woche dauern. Die Adressen, wo ausgelegt wird, finden Sie hier oder im Newsletter. Hier noch ergänzende Informationen zu einer Veranstaltungen der Bezirksvertretung Brackel am 29. Juni 2011 in Asseln. Information/Einladung hier.
Mai 2011
Was können Sie tun gegen die Verlängerung der Betriebszeiten?
Die Antragsunterlagen des Flughafens werden in der Zeit vom 06. Juni 2011 bis einschließlich 19. Juli 2011 in den Städten Dortmund, Unna, Kamen, Schwerte, Fröndenberg, Herdecke sowie den Gemeinden Bönen und Holzwickede zur Einsichtnahme ausgelegt. Bereits ab dem 24. Mai 2011 sind sie auf der Internetseite der Bezirksregierung Münster einsehbar auf folgender WEB-Seite:
Wir als Schutzgemeinschaft werden Sie bei Anträgen gegen die Verlängerung der Betriebszeiten unterstützen. Gegenanträge können Sie selbst formfrei und ohne anwaltliche Unterstützung an die Luftaufsichtsbehörde stellen bis 2 Wochen nach der Auslegung, also bis ca. Mitte Juli 2011. Den Antrag richten Sie bitte an:
Bezirksregierung Münster
Dezernat 26 (Luftfahrt)
Domplatz 1 - 3
48143 Münster
April 2011
Ein Rückfrage bei der für die Veränderungen am Flughafen Dortmund zuständigen Luftaufsichtsbehörde in Münster ergab, dass das Anhörungsverfahren für die Verlängerung der Betriebszeiten (Nachflug) zwischen den Oster- und Sommerferien stattfinden soll. Wir sind überrascht, hatten erst Ende des Jahres mit der Anhörung gerechnet. Die Anhörung bietet jedem Bürger die Möglichkeit eines begründeten Einspruchs. Inwieweit die Einsprüche Erfolg haben werden, können wir derzeit nicht beantworten. Mindestens versprechen wir uns davon eine Zeit verzögernde Wirkung. Nichtsdestotrotz werden wir alles versuchen, um möglichst viele Einsprüche auf die Beine zu stellen.
Dezember 2010
Der Dortmund Airport hat die Änderung der Betriebsgenehmigung bei der Bezirksregierung in Münster beantragt. Demnach soll die Betriebszeit am Flughafen Dortmund um eine halbe beziehungsweise für stationierte Flugzeuge um eine ganze Stunde – auf dann 23 Uhr plus Verspätungsregel – erweitert werden ... und folgt damit einem Ratsbeschluss der Stadt Dortmund von Mitte November. Geladen unter http://www.dortmund-airport.de/2596.html am 05.03.2011, 18.54 Uhr

Derzeit kann zwischen 6.00 Uhr und 22.00 geflogen werden. Hinzu kommt eine Verspätungsregelung für max. 20 Landungen bis 23.00 Uhr, wenn diese Maschinen im Linienverkehr vor 22.00 Uhr gelandet wären. Weitere Landungen können nach begründeten Anträgen der Fluggesellschaften von der Luftaufsicht bei der Bezirksregierung Münster genehmigt werden. Eine Praxis, die sich bewährt hat in der Vergangenheit. Zudem fielen knapp 60% aller verspäteten Landungen auf eine Maschine der Air Berlin, die planmäßig um 21.55 landet. Die Maschinen kommt aus Mallorca.
Was fällt auf?
1. In Richtung Unna werden die Lärmschutzzonen erweitert, aber nicht großflächig. Über Unna erfolgen ca. 70% aller Landungen. Unterstellen wir die Kosten der Vergangenheit ergeben sich nach dem jetzigen Kostenansatz neue Lärmschutzmaßnahmen in Unna für ca. 100 Objekte. Gemessen an der engen Wohnbebauung ist das fast nichts.
2. Die jetzigen Lärmschutzgebiete in Richtung Dortmund sollen nicht erweitert werden, geht es nach dem Antrag des Flughafens. Hatten uns nicht Politiker dieser Stadt nicht den besten Lärmschutz zugesagt. Vor Nachflug ohne Lärmschutz hatten wir immer gewarnt. Schon am "runden Tisch" hieß es vom Chef der Stadtwerke: "Wir zahlen nicht mehr, als wir vom Gesetz her müssen". Das Gesetz zum Schutz gegen den Fluglärm sieht einen erweiterten Lärmschutz nur vor, wenn durchschnittlich mehr als 6 Lärmereignisse mit min. 72 dB(A) ab 22 Uhr stattfinden. Nun raten Sie mal, von wie vielen Lärmereignissen (Starts und/oder Landungen) die Gutachter in Richtung Dortmund ausgehen. Richtig, es sind keine 6 Lärmereignisse. Über Unna werden die Lärmschutzgebiete erweitert. Dort finden mehr 6 und mehr Lärmereignisse statt.
3. Die Maschinen, die möglicherweise bis 23.30 Uhr noch in Dortmund landen, fliegen am nächsten Morgen auch wieder ab. Es ist daher mit einem Mehr an Flugbewegungen ab 6.00 zu rechnen.
4. Der Flughafen schreibt selbst, dass keine nachhaltigen Impulse zu erwarten sind, auch weil für den Antrag mit einer zweijährigen Bearbeitungszeit gerechnet wird. Die Stadt wird damit weiterhin pro Jahr mindestens 20 Mio. Euro Einnahmen aus Steuern und Abgaben am Flughafen verbrennen.
Fazit
Die Verlängerung der Betriebszeiten verlängert nur den Sterbeprozess des Flughafens und verschlingt weiterhin pro Jahr mehr öffentliche Gelder als Umsätze am Airport erwirtschaftet werden. Wir werden möglicherweise erleben, dass innerhalb des Genehmigungsprozesses für die verlängerten Betriebszeiten das Thema der Verlängerung der Start- und Landbahn auch wieder akut wird. Nach unserer Ansicht spielt hier der Flughafen auf Zeit. Die Verlängerung der Betriebszeiten verkürzt die Schlafzeiten von Hunderttausenden von Bürgern zum Wohl einiger Billig-Airlines, die hochsubventioniert Billigfluggäste an die Warmwasserziele transportieren.