- Vor fast 40 Jahren Gründung einer Initiative an der Chaussee durch über 50 Anlieger
- 1974 Eintragung als Verein (als gemeinnützig anerkannt)
- Zurzeit: über 1.500 Mitglieder
darunter Kirchengemeinden, Fraktionen, Kreisverbände, Bürgerinitiativen
- Mitglied in der „Bundesvereinigung gegen Fluglärm“ e.V.
(Zusammenschluss von bundesweit tätigen Bürgerinitiativen in der Bundesrepublik - Vernetzung europaweit)
- Mitglied in der BI „Kampf dem Fluglärm NRW“
(Zusammenschluss von rd. 30 BI an den Flugplätzen und -häfen NRW)
- Mitglied in den Naturschutzverbänden BUND und VCD
- Vertreten als Mitglied in der „Lärmschutzkommission“ am Flughafen Wickede (tagt 2 x jährlich)
Salami-Taktik des Ausbaus
- 60er / 70er Jahre: Graspiste von 600 m Länge
- Befestigung der Graspiste
- 1983: Bau einer neuen Bahn: 850 m mit je 100 m Startabbruchstrecke an den Ende
Zuschlag von 100 m „nur“ zu Startstrecken = 950 m
- 1986: Einbeziehung der 2 x 100 m = 1.050 m zur Start- und Landebahn
- mit 2 x 200 m Startabbruchstrecken an den Enden
- 1993: Antrag auf Ausbau auf 2.000 m-S-L-Bahn und Bau eines neuen Terminals
- 1997: Zuschlag der 2 x 200 m „Endstücke“ zur 1.050 m-Bahn = 1.450 m
- Jan. 2000: Planfeststellungsbeschluss 2.000 m-Bahn, Höchstabfluggewicht 75 t
- Okt. 2000: Inbetriebnahme des 95 Millionen teuren Terminals und der Bahn
Ausbaukosten insgesamt = über 200 Millionen €
- Apr. 2001: Antrag auf eine Verspätungsregelung zunächst bis Mitternacht
- dann Rücknahme, neuer Antrag bis 23.00 Uhr für Landungen,
- aber: Aufhebung der Tonnagebeschränkung für Flugzeuge
- Jan. 2003: Änderung der Betriebsgenehmigung gemäß Antrag
- Nov. 2005: Verhandlung der Klageverfahren. Teil-Erfolg: keine unbegrenzte Zahl von Verspätungen, eine neue Tonnage-Obergrenze muss eingezogen werden
Aktuell: Bezirksregierung erarbeitet die „Nachbewertung“. Sorge: durch zu hohe Tonnagegrenze können auch noch größere Maschinen verkehren.
Größere Maschinen erfordern eine weitere Bahnverlängerung
Fortsetzung der Salami-Taktik….
Aktuelle Expansionsabsichten der Flughafen Dortmund GmbH
Fortsetzung der Salami-Taktik
- Schlafzeitverkürzung:
Betriebszeit von 6.00 bis 23.00 + 1 Std. Verspätungsregelung = Mitternacht
Einfaches Genehmigungsverfahren nach § 6 LuftVG - Dauer ca. 1 Jahr
- Bahnverlängerung 150 m + 2.000 m + 150 m = 2.300 m bis 2016
Planfeststellungsverfahren: Dauer 5 – 6 Jahre
- Bahnverlängerung auf dann 2.300 m + X00 m = mind. 3.000 m
Denn: durch diesen Schritt (Verlängerung wiederum nach Unna) werden weiter 150 m + X nach Dortmund möglich.
3.000 m Start- und Landebahn begründen gleichzeitig eine Aufstufung zum Internationalen Verkehrsflughafen (Interkontverkehre / Frachtflug)
Schritt 3 wird dann die letzte baulich bedingte Salamischeibe sein, das Areal wäre ohne Abriss von Siedlungsstrukturen in UN-Massen und Aplerbeck ausgeschöpft.
Klimawandel
- Ziel der Regierung: 40 % an klimaschädlichen Emissionen bis 2020 einzusparen (bezogen auf das Jahr 1990)
- Der Verkehr ist weltweit für 23 % der CO2-Emissionen verantwortlich.
- Die schädliche Wirkung des Flugverkehrs auf das Klima ist durch seine Wirkung in der Höhe über 10.000 m dreimal größer als am Boden und vergrößert demnach den Treibhauseffekt entsprechend.
- Derzeit trägt der Luftverkehr mit mindestens 4 % zur globalen Erwärmung bei, die aktuelle Klimaschutzforschung schätzt den Anteil sogar auf 12 %.
Umweltbilanz des Fliegens
- Trotz aller Verbesserung an den Triebwerken, die zu einer Einsparung am Kerosinverbrauch geführt haben, ist das Fliegen immer noch die energie-intensivste Art der Fortbewegung.
- Das Flugzeug verbraucht im Vergleich zu Bus oder Bahn das 3-fache an Energie.
Bei einem Urlaubsflug nach Mallorca wird das Klima fast gleich geschädigt wie durch ein Jahr Autofahren.
Flug Mallorca – Hin- und Rückflug 2.600 km 328 kg CO2
(Treibstoffverbrauch 4 l pro Passagier, gute Auslastung) Klimafaktor 3 = 984 kg CO2
Auto Jahres-km (Auslastung 1,3 Pers.) 11.000 km = 1.282 kg CO2
Quelle: VCD Verkehrsclub Deutschland
Billigflieger
Bereits 2006 ermittelte INFO Infratest Monitor Group Analyse:
Billigflieger erzeugen Verkehr, denn …
ohne Billigflieger wären
8 % mit anderen Verkehrsmitteln
6 % mit der Bahn
15 % mit dem Auto und
71 % gar nicht verreist.
- Seitdem ist der Anteil am Billigflugsegment weiter gestiegen – bei weiter steigendem Passagieraufkommen.
- In Dortmund hat sich das Passagieraufkommen durch die Billigflieger in 5 Jahren verdoppelt (von über 1 Million auf über 2 Millionen im letzten Jahr).
- Nur rund 15 % der Passagiere sind Geschäftsreisende. Die übrigen Reisenden stammen aus der gesamten Bundesrepublik und aus dem benachbarten Ausland (bes. NL und Belgien)
Fluglärm macht krank
- Über 37 % aller Deutschen fühlen sich vom Fluglärm belästigt, mehr als durch Schienenlärm (rd. 25 %),
rund 7 % der deutschen Bevölkerung leiden hochgradig unter Fluglärm
und sind damit einem erhöhten Herzinfarktrisiko ausgesetzt.
- Bei Kindern in der Nachbarschaft von Flughäfen wurden Konzentrations- und Lernschwierigkeiten festgestellt.
- Die Verbesserung an der Quelle (leisere Triebwerke) wird durch die Zunahme des Flugverkehrs und damit Häufigkeit der Störungen zunichte gemacht.
Besonders gravierend sind die Störungen durch Nachtflug.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) fordert
keine höheren Lärmpegel als 55 dB(A) am Tag
und 45 dB(A) in der Nacht
Die Aufweckschwelle beginnt bei 30 dB(A) am Ohr des Schläfers.
Fluglärmbelastung vom Wickeder Flughafen
- in der Regel zwischen 70 und 90 dB(A) bis hin zu Spitzenpegeln von
95 dB(A)
- Flugzeuge sind nachts genauso laut wie am Tage.
- Ein gekipptes Fenster mindert den Lärm um maximal 15 dB(A).
- Die von den Wickeder Flugzeugen emittierten Lärmwerte werden somit auch in den weiter entfernten Wohngebieten (wie z.B. im Dortmunder Süden) die Aufweckschwelle überschreiten.
- Selbst wenn Lärmschutzgebiete ausgewiesen werden sollten, ist der Schutz unzureichend, weil er auf Grund der Gesetzeslage nur einem Bruchteil der Betroffenen zusteht. Die Mehrheit der Bevölkerung bleibt ungeschützt der Belastung ausgesetzt.
Wer uns quält wird nicht gewählt!
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